Hybrides Lernen

Mehr als eine virtuelle Schulstunde

Von Andrea von Gersdorff · 2021

In Zeiten der Pandemie hat Online-Lernen den Präsenz-Unterricht ersetzt. Anders als gedacht, gibt es dabei Möglichkeiten zur Wissensvermittlung, die die Schüler im Unterricht motivieren können. Lehrkräfte sind aufgefordert, das kreative Angebot der Lernplattformen zu nutzen.

Schüler mit VR-Brillen im Klassenraum
Mit innovativen Technologien neue Lernwelten erkunden. Foto: iStock / Tomwang112

Die Termine für den Unterricht kommen per Mail oder sind in der Schul-Cloud hinterlegt. Dann muss die Berliner Gymnasiastin Caroline Hellrung (Name von der Redaktion geändert) den Link für die Schulstunde nur noch pünktlich anklicken und der virtuelle Unterricht kann beginnen. Heute ist Gruppenarbeit angesagt, das gemeinsame Arbeitsblatt kann sie einsehen. Mittlerweile hat sie Routine dabei, aber zwei Wünsche hat sie dennoch: „Eine App fürs Handy wäre praktisch, die mich informiert, wenn etwas eingestellt wurde, und etwas mehr Abwechslung bei den Aufgaben.“  

Kreativität gegen Langeweile 

Ob Schul-Cloud, digitale Lernplattform, E-Learning oder virtuelles Klassenzimmer: Online-Unterricht ist in den Schulen angekommen, zumal das hybride Lernen den Präsenz-Unterricht sinnvoll ergänzen oder ersetzen kann. Umso mehr, wenn die Lehrkräfte die Möglichkeiten zur Gestaltung des Unterrichts nutzen. Denn gerade online ist Kreativität gefragt, da es vor dem Monitor schnell mal langweilig werden kann und Schüler „abschalten“. Gut geeignet sind dann neben Gruppenarbeiten interaktive Arbeitsblätter, Online-Vokabeltests mit sofortiger Auswertung oder in Form eines Quiz, bei dem es um Schnelligkeit geht. Auch Multiple-Choice-Tests oder Richtig-oder-Falsch-Aufgaben lassen sich gestalten. 

Sinnvoll ist es also, dass nicht nur Aufgaben gestellt werden, sondern dass die Schüler Spaß bei der Lösungssuche haben. Je nach Aufgabe sollte beispielsweise auch ein Austausch über die Chat-Funktion möglich sein. Das Online-Lernen kann so den Unterricht durch neue Herausforderungen auflockern, was im Präsenz-Unterricht häufig fehlt. Außerdem ist es möglich, dass Lehrkräfte Fragen zum Unterricht stellen, die anonym von ihren Schülern beantwortet werden können. 

Hybrides Lernen: auf Lerntypen eingehen

Auch auf verschiedene Lerntypen lässt sich online individuell eingehen, vielleicht sogar besser als im Präsenz-Unterricht, sodass Online-Schule mehr Spaß am Lernen und Erfolge bringt. Der visuelle Lerntyp profitiert dann vom Einsatz des interaktiven Whiteboards, der kommunikative Lerntyp von Gesprächen und Diskussionen und der auditive von Videos oder Tonaufnahmen. Diese Bildmaterialien können teilweise auch noch nach dem Unterricht zur Vertiefung des eben Gelernten genutzt werden. Der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt.

Quellen:
www.schule-in-der-digitalen-welt.de/hybrides-lernen-blended-learning-blaupausen/
www.edu.de/lp/hybrid-schule
www.bpb.de/lernen/digitale-bildung/werkstatt/325751/hybrides-lernen-aber-wie
www.lernen.cloud/

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