Digitale Medien im Unterricht

Mehr als nur zum Chatten

Von Andrea von Gersdorff · 2021

Medienkompetenz fürs Leben lässt sich vor allem in der Schule erwerben, weil deren Vermittlung in den Unterricht eingebaut werden kann. Die Lehrer sind aufgeschlossen, doch manchen fehlt das entsprechende Wissen.

Ein Lehrer nutzt ein Whiteboard im Unterricht.
Mit digitalen Werkzeugen Inhalte präsentieren und Aufgaben lösen. Foto: iStock / gorodenkoff

Kinder und Jugendliche werden gerne als Digital Natives bezeichnet. Doch der geübte Umgang mit Apps oder den Sozialen Medien ist nicht mit digitaler Kompetenz gleichzusetzen – vielmehr muss sie erlernt werden. Um die Kompetenz im Umgang mit digitalen Informationen und neuen Technologien für das Berufsleben zu erlangen, ist die Schule der beste Ort. Die meisten Lehrkräfte stehen diesem Ansatz sehr aufgeschlossen gegenüber, aber nicht alle verfügen über die notwendigen Kenntnisse. Die Nachfrage nach entsprechenden Fort- und Weiterbildungen ist groß und Schulen sollten dieses Engagement unterstützen. Denn nur kompetente Lehrer können Medienkompetenz weitergeben. 

Informationen beurteilen

Bei Medienkompetenz geht es zum einen um das Suchen und Beurteilen von Informationen und Daten, um digitale Medien unter anderem für Vorträge, Kommunikation mit anderen oder politischer Partizipation nutzen zu können. Auch das spätere Verarbeiten und Aufbewahren sowie Urheberrechtsfragen gehören dazu. Andererseits sollen Schüler ihre persönlichen Daten, ihre Privatsphäre wie auch ihre Gesundheit, die von zu viel Medienkonsum beeinträchtigt werden kann, schützen lernen. Lehrkräfte können hier notwendige Aufklärungsarbeit leisten.

Digitale Medien im Unterricht: Werkzeuge anwenden

Aber zum anderen ist es genauso wichtig, dass die Schüler digitale Werkzeuge und Medien nutzen können, um Aufgaben zu lösen oder Inhalte angemessen präsentieren zu können. Lehrer sollten dafür Geräte und Anwendungen in den Unterricht integrieren: Etwa indem Schüler bestimmte Inhalte zum Beispiel als Mind-Maps, Videos, Poster oder Präsentationen an ihren Geräten digital erstellen und auch mit anderen Schülern teilen. Die Nutzung von Laptop oder Tablet geht dann über Recherche oder die eines Schreibgeräts hinaus, wird umfangreicher und für die Schüler am Ende sogar motivierender. Auch mit den Tools von Online-Whiteboards geht vieles im Klassenzimmer oder im Distanzunterricht digital, sogar über mehrere Stunden hinweg: Mittels Schreib- und Zeichentools sowie Notizzetteln und Textfeldern lassen sich Ideen austauschen und sammeln sowie Links, Grafiken, Dateien und Videos, Präsentationen und Tabellen integrieren. Gemeinsame Themenbearbeitung ist so im Unterricht vielfältig umsetzbar. 

Quellen:
bildung.digital: Kollaborativ Arbeiten mit Whiteboard-Tools
bildung.digital: Medienkompetenz
Bundeszentrale für politische Bildung: Digitalkompetenzen von Lehrenden
FORUM: 
Lehrer müssen digitales Wissen erlangen und an ihre Schüler weitergeben

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