Schutz vor Cyberattacken

Im Visier der Hacker

Von Jens Bartels · 2021

Zu den Grundvoraussetzungen einer digital vernetzten Schule gehört ein ausreichender Schutz vor Cyberattacken. Allerdings machen insbesondere veraltete IT-Systeme und knappe Budgets Bildungseinrichtungen zu einem beliebten Ziel von Angriffen. Das Homeschooling hat die Probleme noch einmal verschärft.

Digitaler Checkpoint mit vernetzten Strukturen, Thema: Schutz vor Cyberattacken
Foto: iStock/ gremlin

Der Bildungssektor ist ein attraktives Ziel für Cyberkriminelle. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage der IT-Experten von Sophos. Demnach waren im vergangenen Jahr das Bildungswesen zusammen mit dem Einzelhandel weltweit am stärksten Opfer von Ransomware-Angriffen. 58 Prozent der betroffenen Bildungseinrichtungen gaben an, dass es den Angreifern gelungen sei, ihre Daten zu verschlüsseln. Nur 39 Prozent konnten die Attacke stoppen, bevor die Daten verschlüsselt wurden. „Der Bildungssektor ist schon lange ein attraktives Ziel für Cyberkriminelle“, sagt Chester Wisniewski, Principal Research Scientist bei Sophos. „Die Budgets für IT und Cybersicherheit sind oft sehr knapp bemessen und die IT-Teams kämpfen mit begrenzten Tools und Ressourcen, um die oft veraltete Infrastruktur zu schützen. Die Umstellung auf das Homeschooling hat dieses Risiko noch einmal erhöht.“

Schutz vor Cyberattacken: Ganzheitlich denken

Um Schulen nach einem Cyberangriff nicht plötzlich von heute auf morgen schließen zu müssen, werden digitale Lösungen benötigt, die auf einer leistungsstarken IT-Infrastruktur basieren. Ob bei der Internetnutzung, in der Kommunikation zwischen Lehrkräften und Schülern oder in der Zusammenarbeit auf den Lernplattformen: Nur mit einem ganzheitlichen Sicherheitsansatz können sämtliche Endgeräte, Nutzerdaten und Anwendungen nachhaltig abgesichert werden.

Gemeinsam handeln

Klar ist: Schulen sollten in IT-Angelegenheiten nicht allein gelassen werden. Die Bildungseinrichtungen benötigen klare Richtlinien, um Endgeräte bereitzustellen und diese unter der Einhaltung von IT-Sicherheits- und Datenschutzanforderungen zu betreiben. Dies gilt für Sicherheit und Beschaffung genauso wie für die Bereitstellung und den Betrieb von Hard- und Software. Im Idealfall realisieren die IT-Verantwortlichen der Schulen gemeinsam mit IT-Dienstleistern eine zukunftssichere Lern- und Lehrumgebung, die von Lehrer- und Schülerseite einfach zu bedienen ist und gleichzeitig alle Anforderungen an Ausfallsicherheit, Performance und Datenschutz erfüllt.

Quellen:
ITK: Hardware produktneutral ausschreiben für den Schulbereich
Sophos: The State of Ransomware in Education 2021

Wussten Sie schon, dass …

… mobile Endgeräte, Netzwerkinfrastruktur und Präsentationtechnologien für den Einsatz in Schulen von Kommunen einfacher ausgeschrieben und eingekauft werden können? Der Digitalverband Bitkom hat hierzu den Leitfaden „Hardware produktneutral ausschreiben für den Schulbereich“ veröffentlicht. Der Leitfaden zeigt, wie Anforderungen an Hardwarelösungen für den schulischen Bereich hinsichtlich ihrer technischen Kriterien produktneutral formuliert werden können.

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