Cybersicherheit an Schulen

Gefragte IT-Experten

Von Pia Wegener · 2022

Um Bildungseinrichtungen langfristig vor Hackerangriffen, Datenklau und Cyberattacken zu schützen, bedarf es eines geschulten Personals. Für Sicherheit an Schulen sorgen deshalb vermehrt IT-Experten. Auch Lehrkräfte können sich diese Fähigkeiten in Fortbildungen aneignen. Die Bundesregierung sieht das aber nur als Notlösung an, sie will vermehrt Fördergelder für Administratoren an Schulen einsetzen, die sich im Schulalltag um die digitale Technik kümmern.

Ein junger Mann sitzt am Schreibtisch und lächelt in die Kamera.
Administratoren werden an Schulen benötigt. Foto: iStock / stockfour

Die Probleme der Schulen mit der Digitalisierung waren vielerorts bereits vor der Pandemie bekannt. In Zeiten von Distanzunterricht und Online-Sprechstunden aber wurden sie noch einmal offenkundiger. Nicht wenige Schulleiter forderten IT-Mitarbeiter für ihre Schulen, die an fünf Tagen pro Woche bei Problemen und Fragen zur Verfügung stehen. Denn allein bei der Einrichtung der unterschiedlichen Geräte, von Computern und Smartphones über Beamer, Drucker, Headsets bis hin zu den Monitoren, gibt es bei Lehrern und Schülern oftmals Probleme. Hinzu kommen die Wartung der Geräte, schnelle Hilfe bei Hackerangriffen und das Sichern einer instabilen Internetverbindung. Doch die Bereitstellung von entsprechendem Personal gestaltet sich schwierig. Vielerorts springen deshalb Lehrer ein. Sie bilden sich selbst fort oder belegen Kurse, die sie zu digitalen Experten weiterbilden sollen. 

Professionelle IT-Betreuung für Cybersicherheit an Schulen notwendig

Für die Bundesregierung ist der Einsatz von Lehrkräften als IT-Ansprechpartner langfristig keine Lösung des Problems: „Die derzeit verfolgten Lösungen sind aufwendig und werden vielerorts durch Lehrkräfte neben ihren Unterrichtsaufgaben geleistet. Das wird nicht mehr funktionieren, wenn in den Schulen digitale Werkzeuge in größerem Umfang eingesetzt werden. Die Hauptaufgabe der Lehrkräfte soll in der pädagogischen Vermittlung von Kompetenzen und Inhalten und nicht in der Wartung von Netzen und Geräten liegen“, heißt es aus dem Bundesministerium für Bildung und Forschung im Zusammenhang mit dem DigitalPakt Schule.  

Neues Niveau

Die Betreuung der IT-Infrastruktur in Schulen sei also nicht Aufgabe der Lehrkräfte, sondern müsse professionell administriert werden – sowohl zum Erhalt des Betriebs als auch zum Schutz gegen Eingriffe. Ende 2020 unterzeichneten die Länder deshalb eine Zusatzvereinbarung, die Fördergelder für IT-Administratoren unbürokratisch bereitstellen soll. Dadurch soll die IT-Infrastruktur an Schulen künftig auf das Niveau gehoben werden, das auch in Unternehmen Standard ist. 

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