Unterrichtsgestaltung

Offen sein für Feedback

Von Andrea von Gersdorff · 2022

Mit dem Einsatz digitaler Formate lassen sich Unterrichtsstunden abwechslungsreich und motivierend gestalten. Allerdings können auch dabei Probleme auftauchen. Bei aktiver Herangehensweise ist deren Lösung gar nicht so schwer.

Eine Lehrerin lächelt vor schreibenden Schüler:innen mit einem iPad in der Hand in die Kamera.
Lösungskompetenz ist in Schulen gefragt. Foto: iStock / Wavebreakmedia

Es scheint ganz einfach: Motivation und Interesse der Schüler steigen mit dem Einsatz digitaler Unterrichtsformen, weil sie Spaß und Abwechslung bringen, die Schüler selbst damit arbeiten und neben Fachkenntnissen gleichzeitig ihre Medienkompetenz verbessern können. Doch auch im bestens vorbereiteten Unterricht können Schwierigkeiten auftauchen. Die Schüler kommen mit den Medien oder den Aufgaben nicht klar, der unterschiedliche Leistungsstand ist eine Hürde, und Schüler beginnen, zurückzubleiben oder sich zu langweilen.  

Ein „Weiter-so“ darf es dann im Unterricht nicht geben. Vielmehr müssen Lehrkräfte an diesem Punkt lösungsorientiert vorgehen. Das setzt das Interesse voraus, sich selbst weiterentwickeln zu wollen, zu Veränderungen bereit zu sein und sich die Frage zu stellen, was sie konkret bei der Nutzung der digitalen Medien besser machen können. Dann findet sich auch eine Lösung für das Problem. 

Feedback einholen für die Unterrichtsgestaltung

Doch wie sollte man als Lehrkraft vorgehen? Sinnvoll ist es, zunächst mit den betroffenen oder aber allen Schülern das Problem zu klären. Ist der digitale Unterricht interessant? Sind die gestellten Ziele realistisch, oder müssen neue definiert werden? Überhaupt, ist der Umgang mit den digitalen Formaten schon klar? In Absprache mit den Schülern können Lehrende Anwendungen und Lösungen entweder teilweise oder komplett erarbeiten, um sie dann der alleinigen Bearbeitung zu überantworten. Manchmal hilft schon der Wechsel zu Aufgaben, die den unterschiedlichen Leistungsstand stärker berücksichtigen. Die individuelle Stärke und die Fortschritte der Schüler im Blick zu haben und wertzuschätzen trägt auch hier zu einer Verbesserung des Lernprozesses bei. Aber auch ein zu einseitiger und monotoner digitaler Unterricht, der sich auf ein, zwei Formate beschränkt, kann problematisch sein und beispielsweise zur Störung des Unterrichts führen. Die Aufregung des Neuen ist vorbei, die Konzentration lässt nach und Lernfortschritte bleiben aus. Hier kann ebenfalls ein Feedback der Schüler helfen, um den genauen Grund dafür zu erkennen und als Lösung den Einsatz digitaler Formate stärker zu variieren.  

Rat suchen 

Bei der Suche nach Lösungen und zum Abbau von Frust helfen ferner Gespräche mit Kolleginnen und Kollegen, die gute Ratschläge geben können. Solche Gespräche können fachübergreifend erfolgen, wenn sich in bestimmten Jahrgängen Probleme zeigen, oder aber auch innerhalb eines Fachbereichs. Schon kleine Tipps, Hinweise auf weitere Tools oder einfach das Sammeln von Best-Practice-Vorgehensweisen helfen, den Frust zu minimieren.

Wussten Sie schon...

... dass Forschende eine Software für ein Training entwickeln, das Schüler aufmerksamer macht? Ziel ist es, Lernende so zu unterstützen, dass sie bestimmte Aufgaben auf ein selbst definiertes Ziel hin konzentriert bearbeiten können. Wenn man zum Beispiel plant, einen Text zu verfassen, und an diesem 30 Minuten lang schreiben möchte, jedoch abgelenkt wird, bekommt man vom System ein Feedback, wie wertvoll es wäre, wieder zur eigentlichen Aufgabe zurückzukehren.

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