Pädagogische Konzepte

Methodische Vielfalt wagen

Von Andrea von Gersdorff · 2022

Digitale Unterrichtsformen können den Unterricht sinnvoll ergänzen. Wichtig für das Gelingen sind allerdings Vorgehensweisen, die Schülerinnen und Schüler sowohl anregen als auch fordern. Fortbildungen schließen bestehende Lücken und stellen Neuheiten vor.

Ein junges Mädchen nimmt per Laptop am Unterricht teil.
Gute Konzepte für Fernunterricht werden benötigt. Foto: iStock / fizkes

Während der Coronapandemie hat digitaler Fernunterricht die Schule am Laufen gehalten. Allerdings hat sich gezeigt, dass gute Konzepte notwendig sind, denn ob als Ergänzung zum Unterricht oder als reiner Online-Unterricht: Der Präsenzunterricht sollte keinesfalls eins zu eins ins Digitale übertragen werden. Vielmehr bereichern vielfältige digitale Lernformate den Unterricht und sorgen so für eine größere methodische Vielfalt bei der Vermittlung des Stoffs, für Abwechslung und ermöglichen eine individuelle Lernbegleitung der Schüler. 

Pädagogische Konzepte unterstützend einsetzen

Alle Formate lassen sich problemlos flexibel in den Unterricht integrieren. So können zu einem Thema Video- oder Audiodateien gezeigt und anschließend mit einer Runde zu Verständnisfragen oder einer Diskussion verbunden werden. Danach können die Schüler auch in Gruppen Themendossiers, Collagen oder Podcasts digital erstellen und später präsentieren. Ein Vorteil ist, dass die Schüler dies schon im Unterricht beginnen und zu Hause fortsetzen können. Ebenso können auf den jeweiligen Lernstand abgestimmte Aufgaben verteilt oder auch Themen fächerübergreifend bearbeitet und Synergien genutzt werden. Bei allem lernen die Schüler immer auch selbstständiges Arbeiten. Je nach Fach gibt es weitere Tools, die den Unterricht nicht nur auflockern, sondern Gelerntes festigen oder abfragen. Das können in den Fremdsprachen Online-Vokabeltests oder Kreuzworträtsel mit sofortiger Auswertung, in den Naturwissenschaften Video-Tutorials oder spezielle Lern-Apps sein. Interaktive Bücher lassen sich ebenso integrieren wie Recherchemöglichkeiten im Internet. Relativ neu sind Virtual- und Augmented-Reality-Anwendungen, die das Gelernte realer werden lassen, indem sich Schüler beispielsweise in einer ägyptischen Grabkammer bewegen oder den Tank einer Landmaschine reparieren.

Fortbildungen nutzen

Für Lehrkräfte mit Berührungsängsten lassen sich Konzepte auch gemeinsam in den Fachbereichen erarbeiten. Ferner mangelt es nicht an Fortbildungen sowohl von Anbietern digitaler Unterrichtswerkzeuge als auch durch Angebote der Bundesländer, die zumeist die neuesten Entwicklungen auf dem Lehrplan haben.

Quellen: 
Das Deutsche Schulportal: Digitale Schule Konzept zum digitalen Unterricht
FoBiD: Ausgewählte Projekte
Netzwerk Digitale Bildung: Digitale Bildung braucht pädagogische Konzepte
bpb: Neun Tipps und Erkenntnisse für den digitalen Unterricht

Wussten Sie schon...

... dass Computerspiele für den Unterricht großes Potenzial haben? Studien zeigen, dass Computerspiele als Lernwerkzeug im Schulunterricht den Kompetenzaufbau von Schülerinnen und Schülern unterstützen können. Außerdem sind Schüler nach der Nutzung von Computerspielen im Unterricht in der Lage, ihre Erfahrungen mit dem Medium kritisch und konstruktiv zu reflektieren.

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